Beim FC Hlučín schrillen alle Alarmglocken! Der Traditionsverein aus der MSFL steckt nach einem katastrophalen Frühjahrsstart mitten im Abstiegsdrama – und der Absturz in die Division rückt immer näher.
Am Wochenende setzte es im so wichtigen Kellerduell gegen Blansko eine heftige 0:3-Heimpleite. Ausgerechnet in einem Spiel, das im Abstiegskampf eigentlich überlebenswichtig war, brach Hlučín vor eigener Kulisse komplett auseinander. Nach 20 Spieltagen ist die Lage brandgefährlich: Tabellenletzter, fünf Punkte Rückstand ans rettende Ufer – und schon drei Niederlagen in drei Spielen im Jahr 2026.
Besonders bitter: Nach der Pause war von Gegenwehr kaum noch etwas zu sehen. Erst schlug Blansko nach einem Standard zu, dann wurde Hlučín von Kontern regelrecht erledigt. Trainer Dominik Kroupa fand hinterher deutliche Worte. Vor allem nach vorne habe seinem Team die Durchschlagskraft, der Mut und die Qualität in den entscheidenden Momenten gefehlt. Dazu kamen zu viele einfache Ballverluste – im Abstiegskampf oft ein sicheres Todesurteil.
Dass die Krise so eskaliert, ist umso erstaunlicher, weil der Verein im Winter für MSFL-Verhältnisse ordentlich aufgerüstet hatte. Nach der Übernahme des Klubs durch neue Verantwortliche um Dušan Kašický schien es zunächst, als könne Hlučín die Kurve bekommen. Ein strategischer Partner wurde präsentiert, dazu kamen mehrere neue Spieler, die den Absturz verhindern sollten.
Der größte Name: Lukáš Budínský! Der 33-Jährige bringt Erstliga-Erfahrung en masse mit, spielte unter anderem für Slavia Prag, Mladá Boleslav und Baník und kommt auf starke 235 Einsätze sowie 47 Tore in der höchsten Liga. Doch ausgerechnet der Hoffnungsträger konnte bislang kaum helfen: In zwei Partien fehlte er komplett, in einer weiteren stand er nur 57 Minuten auf dem Platz.
Auch mit weiteren Neuzugängen wie dem nigerianischen Juniorennationalspieler Monsuru Opeyemi und mehreren Talenten aus der Region sollte die Rettungsmission gelingen. Auf dem Rasen ist davon bislang allerdings nichts zu sehen. Die Einkaufsoffensive verpufft – und Hlučín versinkt immer tiefer im Tabellenkeller.
Noch dramatischer wird die Lage durch den Blick in die zweite Liga. Dort droht, dass mit Prostějov und Kroměříž gleich zwei Teams in die MSFL abrutschen könnten. Das hätte heftige Folgen: Dann müssten aus der MSFL nicht drei, sondern sogar vier Mannschaften runter.
Für Hlučín ist die Botschaft klar: Jetzt müssen dringend Punkte her. Sonst droht einem echten Traditionsklub der ganz tiefe Fall.
