Beispielbild: Im Elfmeterschießen gegen Bosnien ist Schluss – der vierfache Weltmeister verpasst erneut das große Turnier.
Es wird zur traurigen Tradition. Italien, viermaliger Weltmeister, wird auch bei der WM 2026 nicht dabei sein. Nach dem Scheitern gegen Schweden 2018 und gegen Nordmazedonien 2022 sind es diesmal die Bosnier, die den Azzurri den Todesstoß versetzen. 4:1 im Elfmeterschießen nach 1:1 nach Verlängerung – das bittere Ende einer blamablen Qualifikation.
Dabei sah es zunächst gut aus für die Mannschaft von Trainer Gennaro Gattuso. Nach 15 Minuten ging Italien durch Kean in Führung, begünstigt durch einen haarsträubenden Fehlpass von Bosnien-Keeper Vasilj. Doch statt nachzulegen, ließ sich die Squadra Azzurra in die eigene Hälfte drängen. Der Wendepunkt kam kurz vor der Pause: Bastoni fouelte den durchgebrochenen Memic als letzter Mann – glatt Rot. Ab diesem Moment stand Italien mit dem Rücken zur Wand.
In der zweiten Halbzeit war Bosnien die klar bessere Mannschaft. Dass es bis zur 79. Minute dauerte, lag vor allem an Donnarumma, der mehrfach glänzend parierte. Dann aber war auch der City-Keeper machtlos: Tabakovic drückte den Ball nach einem Dzeko-Kopfball zum 1:1 über die Linie. Das Bilino-Polje-Stadion bebte.
Die Verlängerung brachte keine Tore mehr. Im Elfmeterschießen brachen die Italiener dann zusammen. Esposito verschoss als erster Schütze, Cristante setzte seinen Versuch ebenfalls neben das Tor. Bosnien verwandelte alle vier Elfmeter eiskalt. Am Ende durfte Bajraktarevic den entscheidenden Strafstoß versenken.
Für Italien ist die Krise im Nationalteam nun endgültig chronisch. Drei WM-Turniere hintereinander verpasst – das hat es in der Geschichte des italienischen Fußballs noch nie gegeben. Trainer Gattuso dürfte seinen Job verlieren. Für Bosnien beginnt hingegen ein Sommermärchen: In Gruppe B warten Kanada, die Schweiz und Katar.
