Mircea Lucescu ist tot. Die Trainer-Legende starb mit 80 Jahren an einem Herzinfarkt. Lucescu trainierte Shakhtar Donetsk, Galatasaray, Dynamo Kiew und die rumänische Nationalmannschaft.
Der Fußball trauert. Mircea Lucescu, eine der prägendsten Trainergestalten der europäischen Fußballgeschichte, ist tot. Der Rumäne erlag im Alter von 80 Jahren den Folgen eines Herzinfarkts. Die Nachricht erschütterte die Fußballwelt — zumal Lucescu noch Ende März als Nationaltrainer Rumäniens in den entscheidenden WM-Play-offs an der Seitenlinie gestanden hatte. Es sollten seine letzten Spiele sein.
Lucescu war kein gewöhnlicher Trainer. Über Jahrzehnte formte er Klubs und Nationalmannschaften, gewann Titel in mehreren Ländern und galt als einer der erfahrensten Fußballlehrer seiner Generation. Seinen größten internationalen Ruhm erlangte er bei Shakhtar Donetsk, den er zu einer der dominantesten Kräfte in der ukrainischen Liga und zu einem festen Bestandteil der europäischen Spitzenklasse formte. Unter seiner Führung gewann der Klub nicht nur zahlreiche Meisterschaften, sondern 2009 auch den UEFA-Pokal — ein Meilenstein für den osteuropäischen Fußball.
Auch in der Türkei hinterließ Lucescu tiefe Spuren. Bei Galatasaray und Besiktas feierte er nationale Erfolge und genoss den Status einer Ikone. Später übernahm er noch einmal eine der herausforderndsten Aufgaben seiner Karriere: Dynamo Kiew, mitten in einer von Krieg geprägten Zeit in der Ukraine. Und er lieferte auch dort. Sein letztes großes Kapitel war das Amt als Nationaltrainer Rumäniens, mit dem er die Mannschaft zuletzt in den WM-Play-offs führte.
Lucescu hinterlässt eine Leerstelle, die kaum zu füllen sein wird. Sein Sohn Razvan Lucescu, selbst erfolgreicher Trainer in Griechenland, tritt nun das schwere Erbe seines Vaters an — als Mensch und als Fachmann. Die Fußballwelt hat einen ihrer Großen verloren.
