Beispielbild: Nach 24 Jahren zurück auf der WM-Bühne: Die Türkei löst mit dem 1:0 gegen den Kosovo das Ticket für 2026.
24 Jahre. So lange musste die Türkei auf diesen Moment warten. Am Dienstagabend hat die Mannschaft von Vincenzo Montella in Pristina mit einem 1:0 gegen den Kosovo das Ticket zur WM 2026 gelöst – und eine ganze Nation in den Ausnahmezustand versetzt.
Das Tor des Abends erzielte Ferdi Kadioglu von Brighton, vorbereitet von Arda Güler. Es war der einzige Treffer einer Partie, die von extremer Anspannung geprägt war. Der Kosovo, der zum ersten Mal überhaupt an einer WM hätte teilnehmen können, kämpfte verbissen, fand aber gegen die disziplinierte türkische Defensive kein Durchkommen.
Für die Türkei endet damit eine gefühlte Ewigkeit des Wartens. Die letzte WM-Teilnahme datiert von 2002, als das Team in Südkorea und Japan sensationell den dritten Platz belegte. Seitdem scheiterte die Auswahl in der Qualifikation immer wieder – oft knapp, oft schmerzhaft. Diesmal nicht.
In Deutschland, wo Millionen türkischstämmige Fans leben, dürfte die Freude riesig sein. Schon nach dem Halbfinalsieg gegen Rumänien hatten die Straßen in Berlin, Köln und Duisburg gebebt. Jetzt wird richtig gefeiert. Bei der WM trifft die Türkei in Gruppe D auf die USA, Paraguay und Australien.
Für den Kosovo bleibt der WM-Traum unerfüllt. Das Team von Franco Foda, das im Halbfinale noch mit einem spektakulären 4:3 gegen die Slowakei begeistert hatte, konnte den Lauf im Finale nicht fortsetzen. Trotzdem hat der Kosovo mit diesem Turnier gezeigt, dass er im europäischen Fußball angekommen ist.
