Lewandowskis letzter WM-Traum platzt: Polen verliert in Schweden mit 2:3 und verpasst die WM 2026.
Es war wohl das letzte Kapitel einer großen Geschichte. Robert Lewandowski, 37 Jahre alt, 158 Länderspiele, einer der besten Stürmer aller Zeiten, wird bei der WM 2026 nicht dabei sein. Schweden hat Polen in einem wilden Playoff-Finale in Solna mit 3:2 besiegt – und dem ehemaligen Bundesliga-Star den letzten großen Traum genommen.
Dabei war es ein Spiel, das Lewandowski und seinen Polen eigentlich lag. Die Gäste waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz, mehr Chancen, mehr Druck. Doch am Ende fehlte die Effizienz – und auf der Gegenseite stand ein Mann, der seine wenigen Momente eiskalt nutzte: Viktor Gyökeres.
Der Arsenal-Stürmer, der schon im Halbfinale mit einem Dreierpack gegen die Ukraine geglänzt hatte, traf in der 89. Minute zum 3:2 und brach damit polnische Herzen. Zuvor hatte Anthony Elanga per Traumtor die Schweden in Führung gebracht, Zalewski glich aus, Lagerbielke köpfte das 2:1, Swiderski traf zum 2:2. Ein ständiges Hin und Her vor 50.000 Zuschauern, die am Ende vor Glück ausrasteten.
Lewandowski selbst blieb an diesem Abend ohne Tor. Der Barcelona-Stürmer war wie gewohnt überall auf dem Platz präsent, bereitete den einen oder anderen Angriff vor, aber im entscheidenden Moment fehlte ihm das Quäntchen Glück. Der Schlussmann Nordfeldt, der mehrfach überragend parierte, tat sein Übriges.
Für die deutschen Fans ist es ein besonderer Abschied. Lewandowski kam 2010 zum BVB, schoss den Verein in die Champions-League-Spitze und wurde anschließend beim FC Bayern zur Tormaschine. 312 Bundesliga-Tore, sieben Mal Torschützenkönig – Rekorde für die Ewigkeit. Dass er sich von der internationalen Bühne ausgerechnet in einem Playoff-Spiel in Schweden verabschieden muss, hat etwas Tragisches.
Offiziell hat Lewandowski seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft noch nicht erklärt. Doch mit 37 Jahren und ohne WM-Perspektive dürfte es schwer werden, die Motivation für die nächste Qualifikation aufzubringen. Die Chancen stehen gut, dass der Dienstagabend in Solna sein letztes Länderspiel war.
Schweden trifft bei der WM in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien. Für Polen heißt es: vier Jahre warten. Mindestens.
